6. Mai 2013

Chemiefaserwerk Friedrich Engels, Premnitz



























In dem kleinen Brandenburger Ort Premnitz bauten die Vereinigten Köln-Rottweiler Pulverfabriken ab 1915 ein Chemiewerk, zuerst für die Herstellung von Schieß- und Sprengpulver, später zur Produktion von Kunstfasern, das zusammen mit nahegelegenen Werken die lokale Chemieindustrie bildete. Ab 1926 ging die Fabrik durch Fusion in den Besitz der IG Farben über, die hier im Zweiten Weltkrieg 1.200 Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene einsetzte. Im Jahr 1949 wurde das Werk Volkseigener Betrieb, dann ab 1960 unter dem Namen VEB Chemiefaserwerk „Friedrich Engels“ geführt. Mit der Wende erfolgten Umstrukturierungen, Arbeitsplatzabbau und die schrittweise Stilllegung einzelner Anlagen; eine ganze Reihe der ehemaligen Gebäude wird heute von anderen Industriezweigen genutzt, der Rest verfällt seit der endgültigen Schließung, die zwischen 2002 bis 2004 gelegen haben muß, was sich auch aus den Daten der herumliegenden Zeitungen, Kalendern und Akten schließen lässt. Viele Bereiche sind durch Verfall inzwischen eher schlecht zugänglich, es gibt noch Laborbereiche und eine Kantine mit einem Wandmosaik, die auf diesen Bildern nicht zu sehen sind.



Kommentare:

  1. Super Bilder!Vor allem die vielen Details!:)
    Grüße!

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  2. Hey die Bilder sind top ich habe im Chemiefaserwerk gearbeitet . Würde mich sehr intressieren das sich alles noch mal anzu sehen . Leider sind viele Gebäude abgerissen worden.

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  3. Vielen Dank… leider trifft man selten auf Leute, die in den inzwischen stillgelegten Fabriken gearbeitet haben, so dass viele Apparaturen und Gegenstände wie die vielen Glasröhrchen etwas rätselhaft bleiben.

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  4. falls du/sie bei Facebook sind.
    es gibt zur zeit eine schöne gruppe.
    "Premnitz im Wandel der Zeit"

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  5. Hallo
    habe die Seite durch Zufall entdeckt, hat jemand Bilder der Lehrlinge aus der Zeit 1978 -1980. Habe dort gelernt als in Instandhaltungsmechaniker.

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  6. Weiß jemand eine genaue Adresse

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  7. über Jahrzente hier gearbeitet - es war eine gute Zeit für mich

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